Leben im Winzler Viertel
Im traditionsreichen Quartier „Winzler Viertel“, einem gemischt genutzten Stadtteil von Pirmasens mit einem bunten Nebeneinander unterschiedlichster Wohnformen und Bevölkerungsschichten hat sich viel getan in den letzten Jahren. Ein Großteil alter Bausubstanz aus den 50er Jahren war allerdings nach heutigem Standard nicht mehr zeitgemäß. Um jedoch der damit schwindenden Attraktivität des Viertels entgegenzuwirken, ist man bereits aktiv geworden.
Inzwischen ist ein Großteil der überalterten Bausubstanz verschwunden - zurück blieb eine große Freifläche mit altem Baumbestand. Auch von Seiten des Diakoniezentrums gab es in den letzten Jahren beträchtliche Investitionen vor Ort. Aus städtebaulicher Sicht erschien es sinnvoll, die Stärkung und Entwicklung hier vorhandener Infrastruktur voranzutreiben und zukünftig neue Wohnformen für Generationen ebenso wie die Gestaltung eines attraktiven Wohnumfeldes zu fördern.
Eine günstige Lage zur Kernstadt, eine gute Versorgungssituation im Umfeld bei gleichzeitiger hoher Wohnumfeldqualität sowie moderate Mieten und Baulandpreise machen diesen Standort interessant für alle Alters- und Einkommensgruppen. So entstand das Projekt PS:patio! - Lebensraum für Generationen.
Wichtige Service-Angebote befinden sich bereits vor Ort:
- Café und Mittagstisch (für Senioren und Kinder)
- Betreutes Wohnen und Altenpflegeheim
- Kirche, Kapelle, Seelsorge
- Tagespflege und Kinderbetreuung
- Theo-Schaller-Saal mit kulturellen Veranstaltungen
- Serviceleistungen wie Hausmeister, Fahrdienst, Reinigungsservice, Apothekendiest u.v.m.
- Geschäfte des täglichen Bedarfs, Supermärkte, Kindertagesstätte, Ärzte, Apotheken
- Bushaltestellen - beste Anbindung an die Innenstadt
Spielplatz bringt Kinder außer Rand und Band
Stadt gibt neue Anlage in der Margaretenstraße frei – Spielstraße wird imSommer gebaut
„Der Spielplatz ist so cool, bin ich froh dass ich in der Nähe wohne“, lacht Selina Fremgen. Sie und ihre Spielkameraden vom Lukashort haben gestern den neu gestalteten Spiel- und Bolzplatz in der Margaretenstraße getestet und waren begeistert.
„Früher konnten wir hier nur Fußball spielen, jetzt sind Sachen für alle da“, freut sich Alisha Müller. Ob Wippstangen, Rutsch- und Kletterfelsen oder Fußballfeld. Er habe noch nie einen Spielplatz gesehen auf dem so viele neuartige Spielgeräte standen, zeigte sich selbst Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis vom Einfallsreichtum der Planer verblüfft.
Rund 100 000 Euro kostete die Umgestaltung. Ideen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Spielleitplanung wurden berücksichtigt. Die Lukashort-Kinder entwickelten eigene Modelle und Pläne. Der Platz ist für eine vielfältige Nutzung ausgelegt. Für Oma, Opa, Mama und Papa wurden Sitzgelegenheiten montiert. Eine Pergola am Eingang dient als Unterstellmöglichkeit bei Regen. Der Baubeginn erfolgte im November. Kurz vor der Einweihung wurde gestern Nachmittag von Mitarbeitern der Stadt letzte Hand angelegt. Für die gestalterische Umsetzung war Landschaftsarchitekt Martin Hauck verantwortlich. Bauausführende Firma war Kempf Landschaftsbau aus Saarbrücken. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Förderprogramms „Soziale Stadt“.
Im Sommer soll die Margaretenstraße zur Spielstraße umfunktioniert werden. „Wir wollen Spielbereiche für die Kinder zurückgewinnen“, erklärte Bürgermeister Peter Scheidel. Die Gestaltung werde so ausgerichtet, dass der Lieferbetrieb der Firmen weiterhin gesichert ist. Die Finanzierung erfolgt überwiederkehrende Beiträge. (est)
aus: Pirmasenser Zeitung, vom 29. April 2009
